Kurztrip: Jugendstil in Brüssel

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Wer sich für Jugendstil und die damit verbundenen Künstler, Architekten und Befürworter interessiert, sollte sich die Jugendstil Wochen in Brüssel fest in seinen Kalender eintragen. Dieses Highlight fand bisher im 2-Jahresrythmus statt, erhielt aber einen neuen Zyklus und öffnet nunmehr jährlich die Türen und Tore für seine Liebhaber. Die sogenannte Jugendstil Biennale bzw. das BANAD Festival neigt sich nunmehr langsam seinem Ende zu und wir haben uns aufgemacht, um Schönes in Brüssel besichtigen zu können.

Unser erstes Ziel war das Hotel Manos 1er, wo wir für eine Nacht ein Arrangement inklusive einem Dreiklänge-Menü und Spa-Besuch gebucht hatten. Das alteingesessene Hotel empfing uns mit dem Flair des 19. Jahrhunderts. Marmor, Putten und Stuck war allgegenwärtig und stimmte unsere Kurzurlaubslaune sehr positiv. Das Zimmer 65 lag nach hinten heraus, was sich als Ruhezone entpuppte, denn auf der Straßenseite war von der vielbefahrenen Straße eine Geräuschkulisse wahrzunehmen, die nicht angenehm war.

Da es leider regnete, konnten wir die Umgebung des Hotels, das wir aufgrund der örtlichen Nähe zum Horta-Museum ausgewählt hatten, nicht ausgiebig erkunden. Trotzdem ließen wir uns nicht davon abhalten, zu einer Teestunde in das Café Tea for Two zu gehen. Sowohl die Auswahl an Tees als auch selbst hergestellten Kuchen war überwältigend, sodass die Qual der Wahl auf unserer Seite lag. Köstlich waren die Gaumengenüsse während wir vom Crumble Cerise sowie einer Tarte Chocolate Passion kosteten und der Assam war fast wie daheim. Die Preise sind aber leider entgegen der Ankündigung auf der Webseite bereits nicht mehr aktuell, sondern der Teapot kosten momentan 5€!

Da wir für 17:30 Uhr eine private Führung durch das Horta-Museum gebucht hatten, blieb uns noch etwas Zeit, um den Spa (25 €/P), der im Maurischen Stil gehalten war, in unserem Hotel zu besuchen. Ein Traum wie aus Alibaba und die 40 Räuber: einfach ein Hochgenuss, um zu entspannen und den Alltag vergessen zu lassen.

Pünktlich vor dem Abschließen des Eingangs des Horta-Museums, trafen wir dort ein. Das Museum besteht aus dem Privathaus und dem Studio des bekannten Architekten Victor Horta (1861-1947). Der Empfang war sehr persönlich und Frau Heider, eine Kunsthistorikerin, führte uns die nächsten 75 Minuten durch das Museum und beantwortete kompetent alle Fragen. Der Rundgang durch das Gebäude, dass das Wohnhaus der Familie Horta war und im danebenliegenden Gebäude, die Büroräume des Architekten Horta beherbergte, verdeutlichte, dass Horta als Perfektionist seinem Anliegen alle Ehre machte. Die beiden Gebäude wurden zwischen 1898 und 1901 errichtet und sind charakteristisch für den Jugendstil in der Hochzeit der Epoche. Jedes kleinste Detail war Jugendstil typisch ausgearbeitet: von der Schlüsselloch-Rosette, über die Garderobenhaken bis hin zu den Türzargen. Das Haus überzeugt mit seinem Interieur, das meist noch im Originalzustand erhalten ist bzw. umfassend restauriert wurde: Mosaike, Bleiglasfenster, Möbel, Wandbehang und Malereien, die die Zeit repräsentieren. Leider bestehen für alle Bilder aus dem Museum noch Bildrechte, die erst im Jahr 2018 auslaufen, sodass ich hier in meinem Blog keine Bilder zeigen kann. Ich verweise auf die eingebauten Links, über die man zu entsprechenden Seiten gelangen kann.

Zum Abschluss des Tages nahmen wir ein 3-Gang-Menü im Restaurant Kolya des Hotel Manos ein. Chefkoch Nicholas Tsiknakos (16/20 im Gault Millau in der Schweiz) verwöhnt seine Gäste mit eurasischer Gastronomie hergestellt aus belgischen Produkten und veredelt mit mediterranen Gewürzen.

Ein Hinweis zum Schluss: Wer sich für Jugendstil in Brüssel interessiert, der kann über Explore Brussels gute Angebote an Stadtführungen und geführten Museums- und Gebäudebesuchen finden.

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Letzte Probefahrt und eTandemkauf

eButterfly
eButterfly von Pedalpower in Berlin

Bild: www.Pedalpower.de

Jetzt hab’ ich’s gemacht: Nach Berlin mit dem Zug, nachdem ich eine letzte Probefahrt bei Pedalpower mit meinem Wunschtandem, dem eButterfly, vereinbart hatte, und es gekauft bzw. fest bestellt, denn es wird jetzt erst gefertigt.

Es war jetzt mit einem fun8-Vorderrad Elektromotor ausgestattet und verfügte zudem über einen 13-Ah-Akku. Natürlich wollte ich das Rad nicht ohne Last bewegen. Meine Frage ach einem lebenden Dummy wurde positiv beantwortet, und ich machte mich gemeinsam mit ihm auf die Testfahrt. Zunächst ging es über ebene Straßen flott zu fahren. Das Motormanagement unterstützte sowohl das Anfahren als auch das Beschleunigen. Da es sich hier um ein reines Pedelec handelt, habe ich auch keine autonomes Fahren erwartet. Das Ergebnis war befriedigend und ich kam auch bei kleinen Steigungen nicht außer Atem, denn ich hatte meinen Dummy gebeten, bitte nicht mit Volllast zu treten. Die verbaute Nabenschaltung (Shimano) war leichtgängig, zeigte allerdings auch die bekannten Probleme wie etwa, dass sich das unter Last Umschalten als sehr schwierig herausstellte. Ich war nun froh, dass ich mich für eine NuVinci N380 entschieden habe, denn diese erlaubt das problemlose Rauf- und Runterschalten in jedem Lastzustand.

Nach dieser letzten Probefahrt ging es um das finale Zusammenstellen der gewünschten Konfiguration. Hier wurde ich gut beraten und konnte die richtigen Komponenten für unsere Wünsche finden. Schwierig gestaltete sich hingegen die Farbwahl, da wir keine Standardfarbe (schwarz, matt) wollten. Die RAL-Tabelle war auf einem Monitor nicht hilfreich, da diese sich in Abhängigkeit von eingestellter Leuchtdichte und dem (Farb-)Kontrast stark von der Druckpalette unterscheidet. Schließlich entschied ich mich zusammen mit meiner Frau, die ich telefonisch dazu befragte, für ein geldgrün (RAL 6018).

Abholen kann ich das neue eButterfly am 17. Mai. Ich werde es gleich dafür nutzen, einen kleinen Ausflug in Richtung Nordosten zu machen – in Richtung Bad Freienwalde. Eine Strecke von rund 80 Kilometern, denn so lange soll der Akku bei entsprechend geringer Belastung halten. Und da ich alleine unterwegs sein werde und nur kleines Gepäck eingeplant ist, wird das wohl ausreichen, um mein Ziel mit einer Akkuladung zu erreichen. Etwas schwieriger wird sicherlich die Rückreise nach Berlin werden, da ich dann zwei längere Steigungen zu überwinden habe, die dem Akku sicherlich zu schaffen werden machen. Ich werde darüber berichten.

Visiting Cuba – Day 5


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Having a host who promises to make arrangements for a perfect dinner that night sounds good, doesn’t it. Depending on her promises we leaned back and looked forward to our night out at Paladar Doña Eutimia. Until then we decided to walk into town and cross the Bahia by boat for a visit to Casablanca.

Strolling through Vieja Habana opened up new views of cruise people and their land tours. I figured out that a cruise is not the right thing to do for me: The cruise ship is waiting at the pier while all passengers are herded up in tiny groups for a tour through town. It seemed crowded, load and nothing that you can enjoy.

While passing by and looking for something to visit we saw hotels that offered colonial style housing and nice front sides. Heading for the landing pier of the ferry to Casablanca we visited the Almacenes San José Artisans’ Market.

Here you can stroll through aisles full of art, cigars, and thingy you really don’t need. But, to be very honest: It’s worth seeing. Be aware of the traders: The are constantly trying to grab your attention and your willingness to buy things.

From the Terminal de Ferries the boat took us – to CasaBlanca. approximately every 20 minutes tells the schedule.

 

Be ready to have your bags inspected when entering both terminals (Casablanca or Regla). It’s likely to be a quick, cursory inspection so just make sure your bags/purses are open and it’s not to cause a bottleneck for people behind you. BTW, fare for the ferry is 20 centavos in moneda nacional, about a penny. I recommend to have a CUP coin. If the toll taker tries to tell you that your fare is 1 CUC because you are a tourist, simply say no, pay in moneda nacional and get on. All CUC collected goes in the toll takers pocket. You will also notice some Cubans simply saying “no tengo dinero” or “I have no money” and boarding without paying anything. Casablanca is a great way to take a break from the hassle of tourist dominated Habana Vieja.

Leaving the ferry you will find on the left side the Hershey Electric Railway. A very interesting old train system which is still “operating”. But you have to be aware that frequent breakdowns are very common. You should not plan or depend on any schedule.

Climbing up to the top of the hill you will find your way to Parque del Cristo de La Habana from where you have a perfect view towards Vieja Habana.

In walking distance to the El Cristo statue you’ll find a military academy and a fortress: La Cabaña – Fortaleza de San Carlos de la Cabaña. All military documents (rockets, tanks, etc.) you find there represent the Socialism Friendship of the former USSR, DDR and Cuba.

Heading back home from Casa Blanca we decided to take a taxi or bus. We asked two men for directions and they invited us to join in because they were heading to the bus station where you can cross the Bahia through a tunnel, as well.

We walk for almost 20 minutes downhill and reached a four lane highway where we had to cross without a dedicated pedestrian crosswalk. That was quite easy because all drivers paid attention to the bloody crossing pedestrians. They are used to it!

Getting on the crowded bus we had to pay one CUC/person to get back to Viejo Habana. It was a ten minute ride until we got off the bus and breathing fresh air again. This was an experience you should make while you are visiting Havana. It’s an inexpensive but very narrow way to meet Cubans.

Walking back to our B&B we figured out that this day was the most enjoyable day of our vacation so far. Having dinner at Castas & Tal made it even better.

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