Ein Schock … gibt es Alternativen


Nicht allzu lange ließ das Angebot auf sich warten: Und es warf uns um! Die Gesamtkosten mit der von uns gewünschten Ausstattung wie etwa Riemenantrieb, stärkerer Akku, bessere Griffe und Sitze, Schutzbleche usw. beliefen sich auf rund 9.000 EUR – schon heftig.

Lange war es Gesprächsthema zwischen mir und meiner Frau, verbunden mit dem Abwägen der Kosten-Nutzen-Rechnung. Wenn wir uns auch noch einen Zusatz-/Reserveakku zulegen würden, so erreicht das eTandem den stolzen Preis von 10.000 EUR. Keine Frage: Das übersteigt bei weitem unser dafür angedachtes Budget.

Umgelegt auf eine Nutzungsdauer von rund 20 Jahren bedeutet es, dass wir jedes Jahr – ohne Wartung und Instandhaltung – eine Summe von 500 EUR berücksichtigen müssen. Das entspricht einer Leihgebühr von etwa 14 Tagen beim eTandem-Verleiher Lectric. Ganz ohne Risiko in Bezug auf den Akku, den Transport und die laufende Pflege des Fortbewegungsmittels.

Also machte ich mich auf die Suche nach einem anderen Angebot bzw. Hersteller. Continue reading “Ein Schock … gibt es Alternativen”

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Rückfahrt vom ersten eTandem-Test


img_0176Während der Rückfahrt von Meersburg nach Überlingen erholte sich der Akku etwas und gaukelte uns eine Restladung von rund 50% vor. Das sollte eigentlich für die verbliebenen rund 16 km Strecke bei ruhiger Fahrweise ausreichen.

Uns machte das Fahren viel Spaß, denn das Tandem ließ sich gut beherrschen und bot, trotz der kleinen Raddurchmesser, eine überzeugende Fahrweise und ein gutes Handling. Da wir fast nur noch auf ebener Strecke fuhren, entlud sich der Akku auf den letzten Kilometern der Strecke bis auf 20%, was uns das Gefühl gab, doch nicht noch schieben zu müssen.

Wieder zurück in Überlingen, besprachen wir uns noch mit dem Hersteller über die mögliche von uns gewünscht Ausstattung des eTandems und übergaben das Testrad. Einige auf der Fahrt aufgetretene Probleme wurden angesprochen und ausführlich beantwortet. So was die verminderte Leistung auf das Alter des Test-Akkus (vier Jahre) zurückzuführen und das leise Summen des Riemenantriebs der Verschmutzung zu schulden. Dass der Akku nach vier Jahren schon seinem Ende entgegen sah, erschreckte bei einem Preis von rund 1.100 EUR doch etwas. Wir erkannten, dass diese Folgekosten auch mit beim Neukauf zu beachten sind.

Wir erwarteten nunmehr das Angebot, um unseren Wunsch, ein elektrisch betriebenes Falt-Tandem zu verwirklich, näher zu kommen. Continue reading “Rückfahrt vom ersten eTandem-Test”

eTandem: Erste Testfahrten


Den Wunsch, ein elektrisch angetriebenes Tandem fahren zu können, bewegte ich fast ein Jahr in meinem Herzen. Dann aber fasste ich den Entschluss, mich mit Bernds in Überlingen in Verbindung zu setzen. Angedacht war eine Probefahrt während unseres Bodensee-Urlaubs. Gesagt getan: Ein erster E-Mail-Kontakt wurde nicht beantwortet, nachdem ich aber zum Telefon gegriffen hatte, konnte ich mit dem Hersteller einen verbindlichen Termin finden.

img_3825Der freundliche Empfang bei Bernds steigerte richtig die Lust auf eine Testfahrt. Zunächst ließen wir uns das LowStep-Falttandem mit allen Funktionen erklären. Das Design gefiel uns sehr gut und der Schwerpunkt war – für uns – gefühlt optimal. Die 14-Gang-Rohloff-Schaltung zusammen mit dem Riemenantrieb machte einen soliden Eindruck und ließ sich gut schalten. Ob das auch im Fahrbetrieb der Fall sein würde, sollte die anschließende Probefahrt erkennen lassen. Nachdem der Sattel und die Lenker eingestellt waren, zeigte ein kurzer Blick auf die Akku-Betriebsanzeige, dass dieser voll geladen ist. Also stand einer Fahrt von gut 60 km nichts mehr im Wege. Wir hatten uns eine Tour von Überlingen nach Meersburg ausgewählt, die auch einige kleinere Steigungen enthielt.

Das Anfahren gestaltete sich als ein unerwartet positives Erlebnis, da der Vortrieb uns gut an die für uns gewohnte Fahrweise angepasst schien. Und der Riemenantrieb machte kaum Laufgeräusche (leises Summen). Schnell konnten wir auf 25 km/h beschleunigen und das Tempo auch mit Leichtigkeit halten, ohne dass wir außer Atem kamen. Alle kleinen Anstiege – wie etwa nach Birnau – verdeutlichten, dass der zur Verfügung stehende Drehmoment das Fahren gut unterstützte. Das Umschalten der Antriebssteuerung zwischen Anfahrhilfe bis hin zu Sport war schnell sowie einfach zu bedienen und reagierte zuverlässig. Nach rund 20 km Strecke waren wir in Meersburg angekommen, wo wir uns als ultimative Teststrecke den Tobel ausgesucht hatten, den wir schon einmal versuchten mit unserem manuellen Tandem “zu besteigen”. Die Ladeanzeige zeigte rund 65% Restkapazität an, die allerdings nach etwa 50 m in der Steigung rasch auf 20% fiel. Das wiederum nötigte mich, diesen Test abzubrechen, da ich den Akku nicht überstrapazieren wollte. Daher machten wir uns lieber wieder auf den Rückweg nach Überlingen. Continue reading “eTandem: Erste Testfahrten”